Fantastischer Salat aus rohen, jungen Artischocken mit Olivenöl und Parmesan http://galupasvoice.com/artischockensalat/

Fantastischer Salat aus rohen Artischocken mit Parmesan

Allen, die meinem Instagram-Account folgen, dürfte früher oder später aufgefallen sein: Ich bin verliebt. Nicht nur in meinem wundervollen Ehemann. Sondern jedes Frühjahr aufs Neue auch in eine Pflanze. Und zwar eine, die’s faustdick hinter den Ohren hat: Die Artischocke.

Man sagt, dass man sich jedes Biss-chen Vergnügen mit dieser stacheligen Schönheit verdienen muss. Sie verschenkt ihr Herz nur an jene, die bereit sind, sich durch ihre wuchtige, dornige Krone und ihr dickes Polster aus zähem Stroh hindurch zu kämpfen.

Wer es jedoch bis an den delikaten Kern heran geschafft hat, wird mit einem ganz besonderen Geschmackserlebnis belohnt: pflanzliches Fleisch, so weich und doch fest in seiner Konsistenz, gleichermassen bitter wie süss im Aroma, dazu ein Hauch Frivolität und eine riesige Klaviatur an erdigen, nussigen und herben Noten – je nach Sorte und Herkunft. Die Auswahl ist gross.

Grosszügig gerüstet in dünnen Scheiben benötigen Artischocken nicht mehr als Olivenöl und wenig Zitronensaft

Die besten Exemplare sollen aus Sardinien kommen und eine leicht violette Farbe haben. Anders als die faustdicken Köpfe, wie man sie bei uns kennt, die im Ganzen gegart und dann Blatt für Blatt von aussen nach innen verzehrt werden, kann man diese auch roh geniessen. Vor allem, wenn sie noch jung sind. Grosszügig gerüstet und in dünne Scheiben geschnitten, benötigen sie nicht mehr als einen Hauch Zitronensaft, Olivenöl und Parmesan, um als Salatvorspeise oder Fleischbeilage zu entzücken.

Wer regelmässig nach Italien reist, weiss, dass Artischockensalat dort, sobald die Natur nach dem langen Winter mit der Frühlingssonne endlich wieder erwacht, in kaum einem Restaurant auf der Speisekarte fehlt. Nicht nur, weil die Italiener einen guten Geschmack haben. Sie sind gemäss Bloomberg Global Health Index 2017 auch das Land mit dem gesündesten Volk der Welt und wissen demnach, welche Ernährung dem Körper gut bekommt.

Warum die Artischocke zur Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt wurde

2003 wurde die Artischocke zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Im Internet finden sich ganze Litaneien über die heilende Kraft der distelartigen Kulturpflanze. Ihre Wirkstoffe sind u.a. verdauungsfördernd und cholesterinsenkend. Der enthaltene Bitterstoff Cynarin kurbelt den Stoffwechsel an, entschlackt, und verhindert Blähungen, Völlegefühl und Heisshungerattacken. Er entgiftet Toxine, wirkt antioxidativ, beeinflusst kardiovaskuläre Erkrankungen positiv und hat die Fähigkeit, die Leberzellen zu regenerieren.

Frische Artischocken trocknen schnell aus. Deshalb sollte man sie möglichst schnell essen und nicht länger als ein paar Tage im Kühlschrank lagern – am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt. Beim Kauf sollten sich die Knospen prall und fest anfühlen und schwer in der Hand liegen. Idealerweise ist der Stiel noch dran und nicht ausgetrocknet – er dient als Wasserspender für die Pflanze.

Mit wenig Olivenöl in einer flachen Pfanne kurz angebraten, eignen sich rohe Artischockenscheiben übrigens auch hervorragend als Pasta-Beilage, Pizzabelag oder um einen Risotto zu veredeln.Fantastischer Salat aus rohen, jungen Artischocken mit Olivenöl und Parmesan http://galupasvoice.com/artischockensalat/

Rezept Artischockensalat mit Parmesan (für 2-3 Personen als Vorspeise):

  • ca. 500 g kleine Artischocken (je nach Alter und Frische)
  • 1 Zitrone
  • 3-4 EL Olivenöl
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • ca. 30 g Parmesan, in feine Scheiben gehobelt

Zubereitung:

Stelle zunächst alle Zutaten und ein passendes Gefäss mit kaltem Wasser und ca. 2 EL Zitronensaft bereit. Die fertig geputzten Artischocken werden hier bis zum Verzehr aufbewahrt, damit sie sich nicht verfärben.

Lege eine Zeitung aus. Nimm ein scharfes Messer zur Hand und schneide damit den Stiel und den Boden sowie die Spitze der Artischocke grosszügig weg. Wieviel ist ein bisschen Übungssache und hängt mit der Frische des Gemüses zusammen.Fantastischer Salat aus rohen, jungen Artischocken mit Olivenöl und Parmesan http://galupasvoice.com/artischockensalat/

Entferne die trockenen, harten, äusseren Blätter, so dass nur die jungen, zarten übrig bleiben, und schneide dann den Rest des Blütenkopfs längs in dünne Streifen. Ab einer gewissen Grösse empfiehlt es sich, den Blütenkopf allenfalls vorher zu halbieren. Solltest Du beim Schneiden in der Mitte Heu antreffen oder einen violetten Blätterkelch löse beides mit Hilfe eines Löffels und drehe es vorsichtig mit der Hand heraus.

Die fertig geschnittenen Artischocken-Streifen sofort ins Zitronenwasser geben und so weiterverfahren, bis alles Gemüse verarbeitet ist.

Wenn Du bereit bist zum Anrichten, giesse das Wasser ab. Tupfe die gut abgetropften Artischocken wenn nötig mit etwas Haushaltpapier trocken und verteile sie auf bereit gestellten Tellern. Beträufle jede Portion mit etwas Olivenöl und wenig Zitronensaft, dazu kommt Salz, Pfeffer und zuletzt obendrauf die Parmesan-Späne.

Übrigens: Beim Artischockenputzen verfärben sich gerne die Hände. Dies lässt sich wunderbar umgehen, indem man sich entweder Einmal-Handschuhe überstülpt. Oder indem man sich nach getaner Arbeit mit wenig Vitamin-C-Pulver kurz und kräftig die Hände wäscht.

Viel Spass beim Ausprobieren und guten Appetit!
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